Stefan Heijnk: Texten fürs Web – Planen, schreiben, multimedial erzählen. Das Handbuch für Online-Journalisten
Es gibt Bücher, die machen einfach Spass. Dann gibt es welche, die richtig klug sind. Und dann noch solche, nach deren Lektüre man erschauernd erkennt, wie blind man sich in seiner alltäglichen Routine durch die Welt bewegt. Die Schnittmenge dieser drei Kategorien ist in der Regel die Nullmenge. Nur manchmal begegnen einem Exemplare der Gattung ‘Sachbuch’, die allen drei Kategorien gleichzeitig zur Zierde gereichen können.
Mein Beispiel für diese vom Aussterben bedrohte Buchart ist Stefan Heijnks ‘Texten fürs Web’ aus dem dpunkt-Verlag. Als altgedienter + damit natürlich taffer Web-Schreiberling habe ich mit leicht arrogant hochgezogener rechter Augenbraue mit der Lektüre begonnen (‘Was gibt es denn da schon noch, was ich noch nicht … ?’). Eine Stunde später hatte die Augenbraue ihre Normalposition längst wieder eingenommen und die Arroganz war einer amüsierten Konzentration gewichen: der Mann kann einfach gut+spannend schreiben, leicht+luftig und dabei sachhaltig und wohl informiert. Praktische Tipps mit Beispielen, theoretische Überlegungen mit Zahlen + Tabellen, eine reiche + gut ausgewählte Sammlung an Referenz-Websites und zu guter Letzt auch noch eine kleine Stilschule zwischen Googles Algorithmus + Goethes Faust.
An dem Buch werde ich mich noch gründlich abzuarbeiten haben: weil (wie Gustav Mahler klug sagte) Tradition eher etwas mit Schlamperei zu tun hat als mit irgend etwas anderem.
“Texten fürs Web“ ist das Handbuch für Online-Journalisten in Medienunternehmen und für alle Texter in PR-Agenturen, in Unternehmen, in Behörden, Verbänden und Organisationen, die mit der Produktion von Online-Content befasst sind.
Ausführlich und mit vielen Beispielen wird hier gezeigt, wie nutzerfreundliches Web-Texten funktioniert und wie man es auf der eigenen Website und in der eigenen App in Wort, Bild und Layout optimal umsetzt.
Das Buch beantwortet genau jene Fragen, die Online-Journalisten und Web-Projektverantwortlichen täglich unter den Nägeln brennen, u. a.:
- Wie gelingen klickstarke, suchmaschinenoptimierte Teaser?
- Wie strukturiere ich scanfreundliche Artikelseiten?
- Wie lenke ich die Nutzerblicke mit Wörtern, wie mit Fotos?
- Wie adaptiere ich Printtexte fürs Web?
- Wie können Themen multimedial besser erzählt werden?
- Wie konzipiert man eine attraktive, nutzerfreundliche Tablet-App?
Die komplett überarbeitete und deutlich erweiterte 2. Auflage behandelt alle praktischen Aspekte des Publizierens im WWW und in Tablet-Apps – von der Content-Planung über das Schreiben von Schlagzeilen, Teasern und Artikelseiten bis hin zu den Formen multimedialen Erzählens, garniert mit vielen Tipps und Tricks und mit reichhaltiger Illustration.
Zusätzlich gibt es zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, einen Überblick über die wichtigsten Befunde der Usability-Forschung und einen Ausblick auf die Evolution des Storytelling im Web und in Tablet-Apps.
Prof. Stefan Heijnk lehrt Print- und Onlinejournalismus an der FH Hannover und arbeitet als Journalist, Medienberater und Texttrainer. Bevor er dem Ruf an die Hochschule folgte, bekleidete er als Vorstand, Chefredakteur, Redaktionsleiter und Projektmanager unterschiedliche Führungspositionen in namhaften Medien-Unternehmen.
Heijnk ist gelernter Zeitschriftenredakteur, schrieb u.a. für Stern.de und Spiegel.de, trainiert Online-Redakteurinnen und -Redakteure in Agenturen, Verbänden und Unternehmen und berät Medien-Häuser. Seine Kundenliste reicht von ARD bis ZDF, von Behörden über Konzerne und Ministerien bis zu Verbänden./Text+Bild: dpunkt.Verlag).
2., überarbeitete und erweiterte Auflage März 2011, 320 Seiten, komplett in Farbe, Broschur
dpunkt.verlag, ISBN 978-3-89864-698-7
Schlagwörter: App, erzählen, Google, schreiben


























